Herz über Kopf – «Meine» Hunde und Emma

Ich erzähle hier die Geschichte «meiner» Hunde und wie ich Emma kennengelernt habe…

Ich sass im Januar diesen Jahres auf der Terrasse des Dorfcafés in Sidi Kaouki. Die Sonne schien. Es war angenehm warm. Mein Blick schweifte über den zu dieser Jahreszeit aussergewöhnlich wolkenlosen Himmel, das rauschende Meer und blieb an den über den feinen Sandstrand galoppierenden Pferden hängen, die von bellenden Hunden begleitet wurden. Den Pferden schien es nichts auszumachen, sie waren es gewöhnt. Auch die Besitzer gingen gelassen damit um. Nur die Touristen würden wohl unruhig darüber nachdenken, ob ihr unbekanntes Pferd, das sie für eine Stunde gemietet hatten, nicht vielleicht doch hochgehen würde.

Nun gut, meine Gedanken schweiften wieder ab. Die Schönheit kam nicht wirklich bei mir an. Auch nicht der Duft des Atlantiks, den ich normalerweise so sehr liebte. Heute quälten mich Sorgen. Meine Hunde. Was sollte aus ihnen werden? Gleich würde ich Emma treffen, die mein Rettungsanker war. Die Hunde sassen in meinem Auto, das ich gegenüber geparkt hatte. Sie waren ruhig. Sie vertrauten mir. Houda, die kleine Zwergpinscher-Mischlingsdame war die Anführerin. Stürmisch, eigenwillig und – so erinnerte ich mich grinsend – rachsüchtig. Wenn ich sie damals, vor mehr als 2 Jahren, mit Chikita, einer kastrierten Pitbull-Mischlingsdame zu lange allein liess, konnte ich nicht nur mit zerbissenen Schuhen rechnen, sondern auch mit kaputten Sitzkissen und zerbissenen Bändern, die meine Campingstühle zusammenhielten.

Losgelassen

Ihr gegenwärtiger Begleiter war Mogli. Er war meinem damaligen Lebensabschnittsgefährten als Baby zum Geburtstag geschenkt worden. Aus einer Zucht. Mit lockigem wuscheligem Fell und einem süssen Gesicht sah er einfach nur zum liebhaben aus. Bolonka Swetna hiess wohl die Rasse. Er war schüchtern. Ängstlich. Und hatte damals schon bei jeder Unstimmigkeit und Aggression hinter meinen Beinen Schutz gesucht. Damals, nachdem Houdas erste Babys gross geworden waren und mein Ex diese selbst vermitteln wollte, hatte ich sie verlassen. Aus anderen Gründen. In unserem damaligen Zuhause, einem geräumigen Haus, deren Zimmer wir auch vermieteten, liess ich sie alle zurück. Ich fühlte mich damals zwar verantwortlich, mir wurde diese aber nicht zugestanden. Es waren sein Leben und SEINE Hunde.

Eingefangen

Über ein Jahr später kam ich wieder zurück nach Sidi Kaouki. Ich wohnte wieder auf demselben Campingplatz, an dem alles begonnen hatte, und versuchte mir klarzuwerden, was mich an diesen Ort immer wieder zurückzog. War es vielleicht heimlich doch mein Ex, der mittlerweile unser damaliges zusammen aufgebautes Bistro mit seiner neuen Freundin betrieb? Oder waren es die Einheimischen, die mich immer noch kannten und mit freudigem Lächeln begrüssten? Die anderen Auswanderinnen, die sehr oft mein Schicksal einer toxischen Beziehung mit mir teilten? Oder meinen Cheesecake liebten, den ich wieder für sie backen wollte? Ich wusste es nicht.

Ich streifte eines Tages im Oktober letzten Jahres am Bistro vorbei, das ca. drei Kilometer ausserhalb von Sidi Kaouki in der Nähe einer Felsenküste und des «second beachs» lag. Von hier aus konnte man die wunderschönsten Sonnenuntergänge sehen. Man hatte mir erzählt, dass dieses kleine Restaurant seit dem Sommer geschlossen war. Was auch immer passiert war – ich versuchte mich von der Erinnerung zu befreien und mich nicht kümmern zu wollen. Zu viel war passiert.

Mogli

Auf einmal sah ich einen kleinen Hund, der irgendwie hilflos vor das Bistro geschlichen kam. Ich  traute meinen Augen kaum: Es war Mogli! Als er mich sah, lief er freudig auf mich zu. Oh Gott, er humpelte! Sein Fell war total verfilzt. Wahrscheinlich voll mit Flöhen. Er war abgemagert. Schaute schwach aus. Was sollte ich tun? Ich entschied, wieder zurückzugehen. Wenn er mir folgen würde, würde ich weitersehen. Er folgte mir. Humpelnd. Durstig. Und schnüffelte an jeder Müllhinterlassenschaft, die auf dem weiten Weg lag. Biss in Undefinierbares. Mein Herz krampfte sich zusammen.

Auf dem Campingplatz gab ich ihm erst einmal Wasser. Dann kochte ich Reis mit Thunfisch. Ich wusste, das hatte er damals schon gerne gegessen. Und ich schnitt ihm seine Haare kurz. Was nun? Ich schrieb meinem Ex. Keine Zustellung. Keine zwei Häckchen auf Whatsapp. Er hatte mich wahrscheinlich blockiert. Wenn ich auf Toilette ging, sprang Mogli sofort auf und setzte sich vor die Tür. Er folgte mir ab da auf Schritt und Tritt. Ich ging ins Dorf mit ihm, um Futter zu kaufen. Ein alter Bekannter erzählte mir, dass wohl auch Houda beim Bistro wäre. Sie hätte wieder Junge. Erschrocken zuckte ich zusammen. Ich erinnerte mich an die Tortour des ersten Mals. An ihren ersten Wurf, bei dem ich die ganze Nacht dabei gewesen war. Mitgelitten hatte. Junge um Junge kamen damals hervor. Gross für Mamas Grösse. Es waren 8. Ali schmunzelte. „Es sind wohl diesmal 12″.

Mit einem Nachbarn auf dem Campingplatz, der ein modernes und schnelles Quad besass, fuhr ich – Mogli zwischen uns – zurück zum Bistro. Da sah ich sie. Sie hatte ihren Wurf am Mäuerchen des Bistros in eine Kuhle gelegt. Dort dösten sie im Dreck. Winzig klein noch waren sie. Houda sprang freudig an mir hoch. Sie liebte es mich zu küssen. So wild, dass ich aufpassen musste, keine Prellungen im Gesicht zu bekommen. Sie sprang immer und immer wieder an mir hoch. Mike und ich gingen zum Nachbarn, um über die Hunde zu beratschlagen. Ali, ein Verwandter von meinem Ex, hütete dort das Haus. Er empfing uns mit Tee und wir hielten ein Schwätzchen. Er meinte, der Campingplatzbetreiber Achmed nebenan würde sich kümmern. Aber Houda würde niemanden in die Nähe lassen. Sobald jemand kam, bleckte sie ihre scharfen Zähne und knurrte gefährlich. Mogli würde immer wegrennen, wenn jemand sich näherte, erzählte er.

Ich war betroffen. Es musst eine Lösung her. Ich musste sie irgendwie füttern. Und beschützen. Oder?

Schlaue Houda

Als Mike und ich zurückfahren wollten, traute ich meinen Augen kaum! Houda hatte ihre Babys einfach unter das Quad gelegt. Sie war so raffiniert! Ich trug die Kleinen vorsichtig in einem alten Plastikkorb, den ich im Abfall fand und der wohl noch von mir stammte, zurück zum Bistro. Allerdings richtete ich der kleinen Familie auf der Terrasse mit den Sitzkissen in einer Ecke eine Liegestätte ein. Auf das Mäuerchen legte ich ein Brett, damit die Sonne nicht so auf die Babys brannte. Wenigstens etwas besser als in der Kuhle. Halbwegs beruhigt sass ich hinter Mike auf.

Als er losfuhr, bellten Mogli und Houda und liefen hinter uns her. In einem rasenden Tempo. Mike gab noch mehr Gas. Oh Gott, wie schnell auch sie waren! Es brach mir das Herz.

Später ging ich sie zu Fuss füttern. Ich dachte, wenn sie fressen, sind sie beschäftigt und ich kann in der Zeit zurück. Falscher Fehler… Stattdessen liess Houda einfach ihre Babys zurück!!! War es ihr wichtiger, dass ich nicht wieder verschwinde?

Hilflos sass ich in meinem Auto, neben mir die beiden bellenden Hunde, und wusste nicht was ich tun sollte. Die Babys waren alleine. Die Mama bei mir. Ja, Houda war wirklich clever. Sie kannte mich. Es war eine instinktive emotionale Erpressung, auf die ich reagieren musste. Also entschied ich schliesslich, ich würde alle mit auf den Campingplatz nehmen. Um die für mein altes Auto so gefährliche Piste zu vermeiden, hatte ich gegenüber vom Fluss geparkt, der hinter dem Bistro ins Meer floss. Wir drei überquerten ihn wieder zurück zum Bistro und ich packte kurzentschlossen die Bande in den Plastikkorb. Ächzend schleppte ich sie zurück zu meinem Auto mit einer besorgten und springenden Mama immer neben mir.

Verantwortung

Ja, so war das gewesen. Ich hatte mich wieder verantwortlich gefühlt. Es gab ein anschliessendes Hin und Her mit meinem Ex, der sie wieder zurückhaben wollte. Er versprach, sich wieder zu kümmern. Er hätte eine ernsthafte Krise gehabt. Er würde auch das kleine Bistro wieder öffnen. Also alles gut? Ich ging wieder meiner Wege, doch zwei Monate später erhielt ich einen Anruf meines alten Campingplatzbetreibers, ich solle meine Hunde holen kommen. Sie würden hier alles durcheinanderbringen. Suchten sie mich?

Ich hatte mittlerweile ein Zimmer im Nachbardorf. Es war ungemütlich geworden, jetzt im Winter. Ein Regenguss folgte dem anderen. Überschwemmungen beutelten die Küstenregion. Nur selten kam die Sonne noch hervor. Ich hatte die Hunde in Sicherheit gewogen. Aber sie streunten wohl weiterhin im Dorf umher. Und vor allem – sie suchten nach Futter. Kümmerte ER sich nicht? Sie sahen besser genährt aus. Aber trotzdem. Mussten sie nicht besser behütet werden? Vor der Strasse? Vor Hunger? Vor Regen?

Obwohl ich nicht mehr in Sidi Kaouki lebte, liebte ich dieses Dorf. Manchmal ging ich Freunde besuchen. Manchmal sass ich auch einfach nur am Strand, genoss die kurzen Pausen ohne Regen und die Sonne, die trotzdem noch wärmte. Ich wollte noch so lange wie möglich geniessen, bis ich wieder zurück musste.

Aber… Die Hunde fanden mich immer, wenn ich dort war. Und dann folgten sie mir immer bis zu meinem Auto, Sie fingen mich immer wieder ein. ich brachte sie jedes Mal wieder mit neuem Hundefutter bestückt, zum Bistro zurück. Bis … gestern.

Hilfe!

Ich gab meine Abschiedsparty in diesem meinem geliebten Dorf. Schon früh waren Mogli und Houda wie selbstverständlich erschienen. Woher hatten sie das schon wieder gewusst? Sie lagen den ganzen Abend unter den Tischen und störten sich nicht an dem Trubel. Ich gab ihnen später den Rest von dem herrlichen CousCous, das ich für meine Gäste bestellt hatte. Vor der Tür. Sie rührten es nicht an. Stattdessen verfolgten sie wie üblich jeden Schritt von mir.

Es war schon nach 10 Uhr abends, als ich sie zurückbringen wollte. Diesmal hatte ich den beschwerlichen Weg mit den Hunden auf der Rückbank doch mit dem Auto zurückgelegt. Im Schritttempo. Das Bistro war zu. Ich liess die Hunde raus und hoffte, sie würden bleiben. Weit gefehlt. Als ich langsam zurückfuhr, rannten sie vor das Auto und versuchten mich zu stoppen. Also gut. Gewonnen. Ich packte sie wieder ein und fuhr mit ihnen zu meinem Zimmer, wo sie – wie ich wusste – aber nicht willkommen waren. Als ich sie im Auto zurücklassen wollte, fing Houda herzzerreissend an zu bellen. Sie wusste wahrscheinlich, dass hier in dieser gediegenen Gegend Hundegebell eher verpönt war und zu dieser nächtlichen Stunde womöglich Ärger nach sich ziehen würde. Ich schnappte mir also aus meinem Zimmer eine Decke und verbrachte die letzten Stunden der Nacht mit ihnen zusammen im Auto.

Wieder versuchte ich, meinen Ex in seine Verantwortlichkeit zu pressen und rief ihn an. Er war aggressiv – wie so oft. Gut, es war mitten in der Nacht, aber alle feierten noch, als Marokko in der WM gewann. Er gab mich an seine Freundin weiter, die gehässig meinte: „Du bist das Problem. Wenn du nicht da bist, geht es den Hunden gut. Und es ist ganz normal, wenn sie im Dorf herumlaufen. Sie sind frei.“

Hatte sie Recht? Durfte ich mich einfach nicht sehen lassen? Ging es hier um Recht? Oder vielmehr um Verantwortung gegenüber dem eigenen Herzen und nicht gegenüber dem Verstand. Ich war mal wieder in diese emotionale Zwickmühle gerutscht, geliebte Wesen zurücklassen zu müssen, weil ich kein Geld mehr hatte. Oder keine Zeit. Sie ihrem Schicksal zu überlassen obwohl sie mich liebten und brauchten, tat mir unglaublich weh. Gott würde es schon richten, hatte einmal jemand gesagt. «Entlasse sie in Gottes Hände.» Konnte ich das, obwohl diese Wesen zu meinem Weg dazugehörten?

Wie war das mit der emotionalen Verantwortung, die mich gerade wieder eingeholt hatte? Ich dachte an das Zitat aus dem kleinen Prinzen: «Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.»

Ich war verzweifelt. Ich brauchte Hilfe.

Mein Ex und seine neue Flamme würden mir die Verantwortung nicht abnehmen. Er gab, was er konnte, das wusste ich. Aber das war nach europäischen und meinen Massstäben nicht genug.

Emma

Am nächsten Tag – heute – war ich auf die Suche nach Lösungen gegangen. Ich hatte mich bei Freunden umgehört, ob jemand sich um die beiden kümmern könnte, solange ich weg war. Wie lange war ich denn weg? Mindestens mal ein Jahr. Ich würde wieder arbeiten gehen in Europa. Hunde konnte ich dort weder unterbringen, noch war das so kurzfristig möglich. Drei Monate mindestens brauchte man, um sie impfen, chippen und labortechnisch überprüfen zu lassen. Und die Vorstellung, sie in das geregelte Europa mit Leinenpflicht mitzunehmen, grauste mir für sie. Mogli wäre es wahrscheinlich egal. Aber der wilden Houda sicher nicht.

Ich baute auf Emma, die mir von einer Freundin als möglicher Ausweg empfohlen wurde. „Sie liebt Hunde. Sie hat mindestens 20, die sie auf einem Hof betreut. Vielleicht kann sie deine ja auch zu sich nehmen.“ Unruhig wartete ich auf sie, hier in diesem Café. Wissend, dass die Hunde gerade in meinem Auto Ruhe gaben. Hier fühlten sie sich sicher.

Und dann kam sie. Wir erkannten uns sofort. Irgendwie Schicksalsgefährten. Emma, ungefähr in meinem Alter, war auch mit etwas Geld hierhin ausgewandert. Wie ich. Bis es aufgebraucht war. Ich hatte allerdings hier alles aufgegeben. Sie nicht. Es tat mir leid zu sehen wie ausgezehrt sie aussah. Trotzdem wirkte sie stark. Kampfbereit. Sie erzählte mir ihre Geschichte. Und dass sie gerade leider keine Hunde mehr aufnehmen könne. Sie würde selbst gerade ihr Haus verlieren. Ihr Noch-Freund hatte ihr angedroht, sie vor die Tür zu setzen. Sie lebte weitestgehend von der Unterstützung von Freunden. Zuletzt hatte sie sogar ihr Auto verkauft, um ihre vierbeinigen Freunde weiter versorgen zu können.

Ich war zutiefst beeindruckt. Und schämte mich fast für meine kleinen Sorgen. „Meine“ Hunde würden überleben. Emma hatte vor allem kranke, alte und Babyhunde aufgenommen. Just während unseres Gesprächs kam ein kleiner süsser Welpe von der Strasse aus zu ihr. Er kannte sie. Sie kümmerte sich also auch um die nicht zu ihr gehörigen wilden Hunde, wann immer sie sie entdeckte.

Die Hunde spürten wohl, was ich auch bei dem Gespräch spürte: Emma hatte sich für sie entschieden. Ohne Wenn und Aber. Nicht so wie ich, die ich «meine» Hunde zurücklassen würde, wenn ich nun zurückginge, um wieder Geld zu verdienen. Ich konnte mir nicht vorstellen, so wie Emma auf Dauer zu leben. Ohne Sicherheit. Nur mit Gottvertrauen.

Manche würden sagen, sie opferte sich. Aber nein. Das war es nicht. Es war Hingabe. Etwas völlig anderes. Authentisch. Ohne etwas zu erwarten. Und ich verstand, dass Emma für sie alles tun würde. Es war ihre Bestimmung. Kein Zaudern wie bei mir.

Sie zog das durch. Ihr Leben für die Tiere.

Nachdem sie mit ihrer Geschichte von Existenznot, Gewalt, Aggressionen und Missverständnissen geendet hatte, konnte ich nicht anders. Ich versprach ihr: „Sobald ich kann, werde ich dich unterstützen“. Ich fühlte mich ihr zutiefst verbunden. Und bewunderte sie.

Spendenaufruf für ein Tierheim

Nun endlich kann ich etwas für sie tun. Zwei Monate später. Zumindest erst einmal ein bisschen. Mit einem Spendenaufruf. Sie hat mittlerweile ein Gelände pachten können und bereits von ersten Spenden einen Zaun setzen können. Hütten fehlen noch. Und noch einiges andere. Aber man kann schon sehen, was es werden soll:

EMMAs TIERHEIM

Klicke hier auf das Bild, dann kommst du zum eigentlichen Aufruf:

Was ist dann eigentlich aus «meinen» Hunden geworden?

In meiner Verzweiflung war ich damals wieder zu Ali gefahren, den Verwandten meines Exs und Nachbar des Bistros. Ich wurde mit offenen Armen UND den Hunden empfangen. „Was meinst du, Ali? Wenn ich hier die letzten beiden Nächte im Auto schlafe und ein Zelt für die Hunde aufstelle, würden sie sich an diesen Ort gewöhnen? Und damit an dich?“ „Es klingt nach einer guten Idee. Und ich verspreche dir, sie zu füttern, wenn sie etwas von mir annehmen.“ Überglücklich schaffte ich den grossen Sack Hundefutter in seine Küche und die des norwegischen Mieters. Und ich versprach, ihm regelmässig Geld für das Futter zu schicken. „Du weisst, dass du das nicht musst! Ich kümmere mich auch so! Und du bist jederzeit willkommen, wieder hier auf dem Gelände zu campen.“ Ich war gerührt. Und bin es immer noch. Jetzt ist es egal, ob mein Ex sich kümmert oder nicht. Die Hunde haben eine Anlaufstelle für Wasser und Futter.

Jetzt fühlt sich alles leichter an. Auch wenn ich ahne, dass sie mich auch noch weiterhin suchen würden. Aber wenigstens nicht mehr im Dorf. Und nicht mehr als Versorger. Aus dieser Rolle bin ich nun entlassen.

Und hier noch etwas zum Schmöckern: Artikel «Die Hunde von Sidi Kaouki»

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