🌀 Die Spirale – Wegzeichen der Seele
In meinem Leben gibt es Zeichen, die immer wiederkehren – in Träumen, im Tanz, in der Natur. Eines davon ist die Spirale.
Als ich zum ersten Mal Marta Sills-Fuchs’ Worte dazu las, fühlte ich mich gesehen. Gemeint. Erinnernd.
Sie beschreibt die Spirale als ein „magisches Heilszeichen“, das uns verbindet – mit der Erde, mit dem Kosmos, mit uns selbst.
„Die Spirale ist das Symbol einer magisch-religiösen Erfahrung der Menschheit. Sie gilt allen Forschenden als positives Sinnbild des Lebens, der Kraft und Lebendigkeit.“
Was einst vielen Völkern heilig war, scheint heute vergessen. Doch unter der Oberfläche unseres modernen Lebens ruht noch immer dieser alte Rhythmus, dieses innere Wissen.
„Der Mensch, zumal der städtische Mensch, hat den Gang der Natur nahezu vergessen. […] Hervorgeholt und wiederholt werden muß, was eigentlich nie vergessen sein sollte – jener magisch begabte und belebte Teil unseres Wesens.“
Die Spirale – in Steinkreisen, Tänzen, Amuletten und Sternenbahnen – führt uns zurück zur lebendigen Verbindung mit allem, was ist. In ihr tanzt der Rhythmus des Kosmos, und mit ihm tanzt der Mensch.
„Die Notwendigkeit für alles Leben, sich anzupassen, mitzuschwingen mit den wechselnden kosmischen Lebensrhythmen, hat zum Drang nach Harmonie geführt – die der Mensch durch und über den Tanz zu erreichen versucht.“
Möge dieses Zeichen nie ganz verloren gehen. Möge es wieder berühren dürfen – als Bild, als Bewegung, als Rückbindung.
📌 Alle Zitate stammen aus:
Marta Sills-Fuchs: Der Mittagshirsch, Edition S, ISBN 3-7046-0176-4
