Eine Reise zu dir – wie könnte es sein?

Eine exemplarische Schilderung

B., w., 54, kam am Ende ihres Pilgerwegs nach Fisterra ein paar Tage zu mir.

Sie kam spät Abends an, bekam noch ein «Gute-Nacht-Häppchen» (mein «Special-Kartoffelsalat») und hatte ihre erste Nacht, die sie ausnahmsweise länger schlief – bei leichtem Meeresrauschen, dem Duft des Ozeans, sanft geweckt durch buntes, melodisches Vogelgezwitscher.

Sie liebt ihren Kaffee morgens. Mit meiner alten, etwas lädierten Espresso-Maschine zauberte ich ihr den ersten Kaffee mit selbstgemachter Hafermilch (die sie vor Milch bevorzugt). Danach tischte ich ihr ein leckeres Frühstück auf, mit Rührei, Käse, selbst gemachtem Sauerteigbrot zusammen mit Porridge, frischem Obst und etwas Honig. Sie ist, wie viele, mit Allergien und Unverträglichkeiten geschlagen. Ich stimme alles mit ihr ab.

So ein Glück, dass ich viele vegetarische Rezepte in petto habe. Da ich zu Urzeiten auch einmal eine Ausbildung als holistische Ernährungsberaterin gemacht habe, weiss ich auch um das Problem des Zuckers. Wenn schon, dann wenigstens Rohrzucker, der noch andere Inhaltsstoffe ausser reine Energie vorzuweisen hat.

Ein Auszug aus meinem Repertoire:

  • Feta-Paprika-Knoblauch-Kartoffel-Pfanne
  • Kartoffelpuffer mit Champignon-Sahnesauce, Kompott und Salat
  • Eine Gemüse-Tajine (marokkanisch) – wahlweise auch mit Bio-Poulet
  • Risotto mit Pilzen, Gemüse und Käse
  • Kürbis-Lasagne (wahlweise auch Lasagne mit Bio-Rinder-Hackfleisch)

Desserts:

  • Käsekuchen (mit Bio-Dinkelmehl und Rohrzucker)
  • Yoghurt-Obst-Honig-Wahlnuss-Dessert

(übrigens: Frühstück mit Sauerteigbrot, z. B. Rührei, Obst, Tomaten, Käse, Kaffee oder Tee 8,- Eur, Dinner 12,- Eur)

Durch das Pilgern hatte mein Gast eine leichte Wasseransammlung in einem Knie. Ich bot ihr einen kalten Wickel an (Brennnessel, Eisenkraut, Essig), der ihr gut tat und die Schwellung etwas zurückgehen liess. Marlen, eine Besucherin aus Kolumbien, hatte wunde Füsse. Dazu machte ich ihr ein Fussbad mit Spitzwegerisch-Tinktur und frischen Blättern und gab ihr eine Magnesium-Salbe*, die sofort Linderung verschaffte.

*Ich habe diese Creme u.a. bei der Firma Tausendkraut erstanden. Sehr zu empfehlen (deutsche Firma, spezialisiert auf Heilkräuter – von den Eltern eines Freundes).

Currykraut und ein klein wenig Mauerpfeffer

Samstags führte ich eine Kräuterwanderung hier in dieser Fülle hinter den Dünen des Langosteira-Strandes durch. Mein Gast nahm daran teil und wir erforschten gemeinsam die Umgebung.

Viel altes Wissen ist uns in Form von Brennnesseln, Weide, Blutweiderisch, Efeu uvm. begegnet. Auch wunderschöne Narzissen, Currykraut und der Mauerpfeffer wachsen hier.

Während der ganzen Zeit hatten wir viele tiefschürfende Gespräche über unsere Gesellschaft, unsere persönlichen Gefängnisse/Ängste/Traumata und unsere Rolle in der Ahnenfolge, aber auch über Grenzen und Grenzen setzen. Zum Abschluss unserer Kräuterwanderung, auf der wir auch Brennnessel-Spitzen gesammelt hatten, gab es Zuhause Brennnessel-Spinat, Kartoffelpüree und Spiegeleier.

Am Sonntagmorgen sitze ich wie mittlerweile so oft an den Bänken direkt hinter der Düne und lasse Vorbeiziehende mein Sauerteigbrot mit Kräuterbutter probieren. Dabei biete ich auch die Errechnung der eigenen Namensrune an. B. kommt vorbei. Sie hat mir mein Buch «Ma-Rocken» abgekauft und auf dem Weg zum Strand entdeckt sie neben «meiner» Bank Roberto, der wunderschöne Wachssiegel anbietet. B. lässt sich genau diese in ihr Buch anbringen und bittet mich noch um eine Widmung. Schönheit springt uns überall entgegen – manchmal auch in Kunst an überraschenden Orten.

Am nächsten Abend lud ich sie und eine Freundin zum Sonnenuntergang am Mar de Fóra ein. Wir machten ein kleines Feuer und ich bot ein Kräuterbier an. Nach einem atemberaubenden Moment dort am Strand – jeder Moment geht einmal zu Ende – fuhren wir spontan weiter zum Faro, obwohl es bereits dunkel war. Es war etwas mystisch, so im Mondschein, an diesem besonderen, uralten keltischen Ritualsort. Wir waren beeindruckt. Zuhause nahmen wir noch einen Schlummertrunk und seelig gingen wir danach ins Bett.

Am nächsten Tag erhielt ich überraschen eine Anfrage aus dem Dorf, um die «7 Kräuter für die Johannisnacht» mit zwei Frauen zu suchen. So erfuhr ich erst über diesen hier in Galicien noch so lebhaften Brauch. Von dieser Kräutersuchaktion brachte ich uns beiden ein paar Kräuter mit, und den Rest suchten wir noch vor der Tür zusammen. Also machten wir eine gemeinsame Erfahrung mit diesem uralten Ritual, das dem Schutz dient. Wir legten die Kräuter über Nacht ein, liessen sie draussen im Mondschein stehen, wuschen am nächsten Morgen unsere Gesichter und Füsse damit und duschten uns mit dem Rest des «Weih-Wassers» ab. Es war ein schönes Ritual, das sich so spontan – am 22.06. ergeben hatte.

An einem der nächsten Tage entdeckten mein Gast und ich bei einem Spaziergang das kleine «Donativo»-Lokal von Sandra, das so viel Liebevolles ausstrahlt, dass wir uns einfach nur wohl gefühlt haben.

Von dort aus gingen wir noch zu einem anderen wunderschönen einsamen Strand im Westen, wo wir ein kleines Picknick aus Sauerteigbrot mit Kräuterbutter, Brennnesseltee mit Honig und Obst vertilgten.

Ist das Leben schön!!! Bis… der Sand uns zwischen den Zähnen knirschte. Ok. Das nächste Mal machen wir es etwas oberhalb auf der befestigten Sanddüne -hhh.

Eines Abends wünscht sich mein Gast, dass ich einmal die Karten für sie lege. Sie interessierten zwei Themen, die sie besonders beschäftigen. So legte ich ihr nacheinander das 9er-Kartenbild, zu den jeweiligen Situationen, zu denen sie Fragen hatte:

Welcher Weg zeichnet sich ab? Sollte sie etwas verändern um aus der täglichen Überforderung ihres anspruchsvollen Jobs herauszukommen? Gibt es andere Strategien? Oder liegt diese Überforderung noch an etwas anderem? Es kommt heraus, dass ein Trauma gerade diese Überforderung mit auslöst und ihr die so kostbare Energie zusätzlich zu dem anstrengenden Job entzieht.

Viele meiner Gäste haben selbst schon viele Werkzeuge in ihrem Leben erlernt, um das Leben mit seinen so vielfältigen Herausforderungen zu meistern. Aber manchmal sehen wir den Wald vor lauter Bäumen nicht und meine Beratung kann wieder einen neuen Blickwinkel schenken.

Was man hier am Meer aber auch bei mir besonders gut kann, ist die Lebensfreude teilen zu können. Beim Essen, durch die Sonne, den Strand, das Schwimmen, die Gespräche, ab und zu Musik….

Es begegnen mir immer die Menschen, die für mich passen und für die ich passe. Ich kann und darf mein Wissen und meine Fülle weitergeben und es fühlt sich richtig an. Intuitiv. Wir begegnen uns, wenn es sein soll. Wir schaffen Verbindung. Zu uns. Zur Natur. Zu dem wirklich Wichtigen.

Wir sind alle auf dem Weg – dem unergründlichen «Gottes-Weg» – und doch verstehen wir immer besser das Big-Picture. Schritt für Schritt. Slowly, slowly. Und ich darf Anregungen geben, die auf meinem mannigfaltigen Wissen, meiner Intuition und vor allem meinen spontanten Eingebungen basieren, die mir immer dann kommen, wenn ich mich einlasse auf mein Gegenüber. Für diese Gabe bin ich sehr dankbar.

Eine andere schöne Begebenheit – mit einem Loslass-Ritual

Und hier noch ein wunderschöner Kommentar von einem anderen Gast (s. am Ende des Artikels): Kommentar

Wenn du ebenfalls eine solche oder ähnliche Reise mit mir machen möchtest, setze dich einfach mit mir in Verbindung. Wir besprechen dann alles unverbindlich und merken sehr schnell, ob es passt und wann ich Termine frei habe. Ziel zunächst unbekannt. Ich bin eine Reisende. Und es kann uns zu alten bewährten oder neuen Orten führen.

Auch andere Szenarien sind möglich – wie eine von mir organisierte Reise in der Nähe von dir. Oder eine organisierte Rundreise, Wanderreise oder der Aufenthalt in der Natur. Alles ist möglich.

Du bist herzlich willkommen!

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