Domestiziert
Die Esel fressen auf der grossen Weide, sehen zufrieden aus, und geben das Verdaute wieder zurück an «Mutter Erde» Vielleicht bekommen sie Babys, weil sie danach streben. Jede Pflanze strebt nach Vermehrung und Arterhaltung. Jedes Tier. Und wir?
Alles ist ein Kreislauf. So gedacht. So soll es sein. Oder?
In Wirklichkeit gibt es für die Esel einen Besitzer, der für die Weide zahlt, der vielleicht sogar die «Äpfel» als wertvollen Dünger verkauft, Der Dankbarkeit und Liebe von den Eseln erwartet, weil er sie versorgt und sich kümmert.
Doch der Esel denkt nicht an Morgen. Vielleicht ist er dankbar und zeigt dies in Form von Liebe, wenn er eine leckere Möhre erhält. Vielleicht aber auch nicht. Denn er hat auf der Weide alles. Von «Mutter Natur». Er braucht nicht mehr. Und wenn die Weide abgegrast ist, dann sucht er sich neues Weideland. Von seinen «Äpfeln» ernähren sich Kleinstlebewesen und erzeugen mit ihren Ausscheidungen wiederum die besten Voraussetzungen für neues, nahrhaftes Futter.
Dass der Esel dann «wegläuft», wenn er neues Weideland sucht, ist ihm gar nicht bewusst. Dass er etwas falsch gemacht hat, weil plötzlich die Polizei den Besitzer zur Rechenschaft zieht, ist ihm ebenfalls nicht bewusst. Und die Schläge, die er dann kassiert, versteht er nicht. Oder den Strom im nächsten Zaun. «Was habe ich falsch gemacht?» Der Stromschlag erzeugt Angst vor dem nächsten «Ausbruch». Das allein versteht der Esel. Und das verstehen auch wir.
Es wäre so einfach, wenn…
Der Mensch erkauft sich Liebe und manchmal auch Sicherheit (vor allem bei Hunden), indem er die Tiere domestiziert. Der Handel ist: Futter und Liebe gegen Liebe und Sicherheit. Fair enough.
Wir wollen alle Liebe und Sicherheit. Und manche Tiere – vor allem Hunde – haben das übernommen. Weil sie bereits seit langem domestiziert wurden. Esel brauchen das eigentlich nicht. Katzen in der Regel auch nicht. UND WIR???
Wir sind auch domestiziert. Für Liebe und Sicherheit gehen wir jeden Tag einer womöglich sinnfreien Arbeit nach. Wir investieren unsere kostbare Zeit und bedienen damit den Kapitalismus und den Geldmarkt, von dem fleissig abgeschöpft wird (es ist ein Sklavensystem ohne spürbare Peitsche). Der Sklavenhalter kauft sich davon eine fette Villa mit viel zu viel Platz, eine riesige Jacht und noch viele weitere «Esel». Er mehrt seinen Besitz. Er kann den Besitz gar nicht wirklich nutzen, aber er HAT. In Summe kann «er» von seinem ganzen virtuellen Geld gar nicht so viel kaufen, wie es «wert» wäre, weil es so viel gar nicht gibt.
Wir glauben, wir brauchen dieses System, den Konsum, die Bedienung der Angst, um unseren Liebsten Liebe und Sicherheit zu garantieren. Aber wenn wir dafür gar keine Zeit haben??? Dann warten wir auf später, wenn wir endlich genug verdienen und Zeit haben und womöglich auf die Rente. Und bis dahin machen wir weiter. Bedienen das System, dass auch die nachfolgenden Generationen darin «etwas werden». Dass sie sicher sind! In einem System, das seelische Armut und Abhängigkeiten mit Angst erzeugt.
Ich habe einmal einen Spot auf Facebook gesehen, in dem zwei Höhlenmenschen sitzen und sagen: «Das habe ich den Grünen zu verdanken.»
Wir können nicht zurück…
Stell dir vor, du lebst in der Natur und mit der Natur. Deine Medizin erhältst du von den Kräutern um dich herum, weil du weisst, wie sie wirken. du besitzt noch das alte Wissen. Du gräbst nach Möhren, erntest Nüsse und ab und zu gäbe es ein Stück gebratenes Fleisch, das die Gemeinschaft fair und mit Risiko gejagt hat. Dein Kind ist geliebt und sicher, weil ihr euch als Gemeinschaft gegen die Feinde und die bösen Geister wehren könnt.
Aber selbst wenn wir überhaupt bereit wären, wieder so zu leben, wir wären zu viele. Die Natur hätte gar nicht genügend Platz für alle.
Wir haben uns bereits zu sehr fortbewegt von unserer Ursprünglichkeit. Es gibt ja so schon nicht genug für alle. Also ist die «Food-Industry», bei der so viel gezockt und Schmu und abhängig gemacht wird, unsere einzige Chance?
Wir könnten auch anders!
Die Industrie hat nur eines im Sinn: Abschöpfen. Noch mehr herausholen. Es ist ein sich bedingendes System, in dem du als Kunde nicht wirklich zählst – nur dein Geld und letztendlich deine Energie, mit der du das System fütterst und füttern sollst. Egal für welche Industrie. Ob sinnvoll oder nicht.
Wir können es tun, wie die Esel. Wir verlangen gutes Futter, das uns nicht abhängig macht (wie Zucker), damit wir noch mehr davon kaufen. Ohne mit Zusätzen von Chemikalien krank zu machen (wie z. B. Fluor oder Jod). Wir weigern uns einfach, das Vorgesetzte zu essen. Wir trauen wieder unseren Instinkten. Und wisse: Gerade diese Instinkte werden durch unsere Zirbeldrüse gefördert, aber gleichzeitig durch dieses künstliche Fluor und Jod zugesetzt.
Wir geben unser «Verdautes» wieder sinnvoll an Mutter Erde zurück. Denn wenn wir nur natürlich Belassenes essen, sind unsere Ausscheidungen wieder wertvoll wie die «Äpfel» der Esel. Wir geben zurück, aber bitte nicht mehr mit unserem Trinkwasser, das sonst wieder künstlich und aufwändig gereinigt werden muss. Unser Trinkwasser ist zu wertvoll. Wer einmal aus einer reinen Quelle getrunken hat, der weiss, wovon ich rede.
Da wir so einfach nicht aus dem derzeitigen System heraus kommen, nutzen und fördern wir mit unserer Entscheidung einfach nur noch die Industrien (z B. Technik), die wir auch wirklich brauchen. Mit der heutigen Filtertechnik könnten wir unser Wasser wieder zu gutem Trinkwasser machen. (Übrigens: Aus Kostengründen wird unser «Trinkwasser» nur soweit gefiltert, dass es nicht nachweislich krankmacht. Rückstände aus Medikamenten, die wir ausscheiden, wie Hormone, selbst Kokain (was nach seiner Herstellung wirklich nicht mehr pflanzlich genannt werden kann), sind in herkömmlich aufbereitetem Trinkwasser nachweisbar.)
Wir wählen nur die notwendigsten Medikamente, starten mit Hinterfragen und geben der Natur sinnvoll zurück, indem wir mehr und mehr Trockentoiletten und Trenntoiletten nutzen, und damit so unsere festen Ausscheidungen direkt wieder der Mutter Erde hinzuführen. (Übrigens, in Frankreich sind diese als Rasthof-Toiletten bereits eingeführt!)
Da wir so viele sind, und uns von der Energieerzeugung abhängig gemacht haben, führen wir den Überschuss an organischen Abfällen Biokraftwerken zu.
Flug zu den Sternen….
Und was ist mit unserer Entwicklung? Den technischen Errungenschaften. Dem Flug auf den Mars?
Ist unsere Entwicklung nicht abhängig von unserem System? Unserem Kapitalismus? Der Motivation besser und grösser zu sein als der Nachbar?
Wo wären wir ohne diese Motivation? Ohne unser System der Versklavung? Wo wären wir ohne Internet, den Computern und der heutigen KI? Wir brauchen all das, um uns weiterzuentwickeln.
Aber wir brauchen auch all das, um aufwachen zu können!
Trotzdem können wir in kleineren Inseleinheiten in Autarkie leben. Überschuss geben wir an die Industrien und Wissenschaften ab, die uns wirklich nutzen. Mit eigenem Anbau, eigener Stromversorgung, in kleineren organisatorischen Gemeinschaften. Wo jeder das gibt, was er kann und gerne gibt. Für die Versorgung UND Weiterentwicklung. Wir benötigen nur drei Berufe: Bauer, Lehrer und Heiler!
Dann wären Liebe und Sicherheit UND die Zeit dafür eher gewährleistet. Seelische Gesundheit käme noch oben drauf!
Wir können NEIN sagen. Wir können selbst entscheiden. Wir können, je mehr wir aufwachen, umso mehr ändern und bewirken.
Wir können neue Ernährungskreisläufe mit der Natur (nicht gegen sie) entwickeln und umsetzen. Wir können die Reise zum Mars bereits mit unserem Bewusstsein durchführen. Müssen wir Materie dort hinschicken? Materie, die wiederum so viele Ressourcen verschlingt? Nein. Müssen wir nicht. Wenn wir uns auf unserer Erde den Raum geben, unser Bewusstsein reisen zu lassen, können wir noch zu viel ferner gelegenen Zielen aufbrechen. Und zu uns selbst.
Wenn wir uns auf unserer Erde den Raum geben, unser Bewusstsein reisen zu lassen, können wir noch zu viel ferner gelegenen Zielen aufbrechen. Und zu uns selbst.